von mir

 

 

Mein Name ist Karsten Lessing.

Ich kam 1972 zur Welt, bin Diplom-Geograph, Familienvater, sportbegeistert, naturverbunden und ausgebildeter
Manager und Berater für Nachhaltigkeit (MBA).

 

 

Vor vielen Jahrzehnten formulierte der Ökonom Kenneth Ewart Boulding einmal den folgenden Satz:

„Anyone who believes that exponential growth
can go on forever in a finite world
is either a madman
or an economist.”

Er wollte sich selbst damit sicher nicht als „madman“ bezeichnen. Vielmehr positionierte er sich bereits damals klar gegen die noch heute vorherrschende Meinung, dass sich Wirtschaftswachstum unendlich steigern lässt. Verschiedene Personen und Organisationen folgten seiner Ansicht und konkretisierten diese (Meadows 1972, Jackson 1995).

 

Auch ich glaube das nicht!
… vor allem dann nicht, wenn man (Wirtschafts-)Wachstum nur ökonomisch betrachtet!

Ebenso halte ich es aber – im aktuell dominierenden Weltwirtschaftssystem – für wenig sinnvoll bzw. für eine Zumutung, von Unternehmen zu verlangen, rein kostendeckend zu wirtschaften oder sogar eine Verringerung ihrer Wirtschaftsleistungen anzustreben. Neben verschiedenen anderen Schwierigkeiten könnten diese Unternehmen keine Rücklagen bilden, nur schwer innovative Geschäftsfelder eröffnen oder qualifizierte Mitarbeiter finden.

 

Ich bin fest davon überzeugt,
dass Nachhaltigkeit der Schlüssel
zur Auflösung dieses Dilemmas ist!

Denn mit dem Konzept der Nachhaltigkeit können soziale und ökologische Kennwerte ökonomischen Kennzahlen gleichgestellt werden.

Damit dies möglich ist, wurden weltweit Rahmenkonzepte auf unterschiedlichsten Ebenen entwickelt (Millennium und Sustainable Development Goals), Beschlüsse gefasst (Pariser Klimaabkommen) und Wirtschafts-Entwicklungsprogramme (European Green Deal) und konkrete Umsetzungsmaßnahmen (Sustainable Finance Action Plan) ins Leben gerufen.

KPIs bzw. Kriterienkataloge zur Abbildung unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen gibt es schon seit vielen Jahren (DNK, GRI, EFFAS, u.a.). Da es bisher viele verschiedene Kriterienkataloge und keine Verpflichtung zu einem einzigen Standard gab, sind die Leistungen dieser Firmen bis heute schwer untereinander vergleichbar.

Das hat sich mit der EU-Taxonomie, Offenlegungsverordnung und weiterer Verordnungen geändert: Zum ersten Mal auch in der Geschichte der Nachhaltigkeit müssen ab Januar 2022 alle Finanzdienstleister und alle am Finanzmarkt orientierten Unternehmen in ganz Europa ab einer Größe von 500 Mitarbeitern einheitlich zu den in der EU-Taxonomie deklarierten ökologischen KPIs `Klimaschutz´ und `Anpassung an den Klimawandel´ berichten. Ab Januar 2023 kommen weitere KPIs zu den Themen Schutz von Wasser- und Meeresressourcen, Kreislaufwirtschaft, Umweltverschmutzung und Biodiversität hinzu.

Mit diesen KPIs wird eine Vergleichbarkeit der Wirtschaftsleistungen einzelner Unternehmen im Hinblick auf ihren Beitrag zur Transformation in eine nachhaltiges Weltwirtschaftssystem zunehmend leichter fallen. Auch wird es zukünftig immer leichter möglich werden, real existierende, externalisierte, soziale und ökologische Kosten zur Produktion von Waren, Gütern und Dienstleistungen einzupreisen (zu internalisieren).

… tbc