Irland
Die Clean Oceans Initiative ist ein von Bord Iascaigh Mhara (BIM), Irlands staatlicher Entwicklungsagentur für die Fischerei- und Seafood-Branche, geleitetes Dachprogramm. Die Initiative wurde 2019 gestartet und unterstützt Programme zur Verringerung der Auswirkungen der Branche auf die Meeresumwelt. Dazu zählen Fishing for Litter, Rücknahme und Stilllegung von Fang- und Aquakulturgerät, Strand- und Pier-Reinigungen sowie Abfallmanagement.
Bei Fishing for Litter bringen teilnehmende Fischer auf See aufgefundenen Müll an Land; BIM unterstützt Hafenmitglieder bei Koordination, Aufzeichnung und Entsorgung. Aquakulturgruppen beteiligen sich an Ufer- und Pier-Reinigungen. BIM koordiniert auch die Weiterentwicklung eines Gear Retirement Scheme und die Abgabe von Abfällen zur ordnungsgemäßen Entsorgung oder Verwertung. Die verfügbaren Quellen belegen keine eigene Kunststoffsortierung oder -verarbeitung durch BIM.
Laut einer Mitteilung des irischen Landwirtschaftsministeriums waren bis Juni 2021 seit 2015 mehr als 600 Tonnen überwiegend Kunststoffabfälle durch gemeinsame Aktivitäten des Seafood-Sektors gesammelt worden. BIMs Projektbericht für 2024 nennt die fortgesetzte Unterstützung von Fishing for Litter in zwölf Häfen. Für die Fishing-for-Litter-Teilinitiative weist BIM 244 beteiligte Boote, 1.169 Crewmitglieder und 409 Tonnen geborgenen Müll aus; der Bezugsstand dieser Kennzahlen ist auf der Seite nicht eindeutig angegeben.




